Sinfoniekonzert zur Eröffnung der 33.Saison 2026/2027

Rechte am Bild: @Gregor van den Boom

Pfarrkirche „Zum verklärten Christus“ Sonntag, 04.10.2026,  Von-Galen-Str.1, Bad Driburg 17 Uhr: SINFONIEKONZERT  – Brückenschlag zwischen Tradition und Zukunft mit dem Orchester „la réjouissance“ (Konzertmeister: Gregor van den Boom), Leitung: Torsten Seidemann

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847): Konzertouvertüre Nr. 2, h-Moll, op. 26 „Die Hebriden“ – Allegro moderato

Ein musikalischer Ton- und Landschaftsmaler. Die Konzertouvertüre Nr. 2, h-Moll, op. 26 mit dem Beinamen „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy nimmt in der Orchestermusik der frühen Romantik eine Sonderstellung ein. Sie ist keine instrumentale Einleitung zu einer Oper oder zu einem Bühnenstück. Sie ist vielmehr ein musikalisches Tongemälde mit ausdrucksstarken Themen und ergreifenden Klangfarben, die mit den Möglichkeiten eines klassischen Sinfonieorchesters wiedergegeben werden können. Mendelssohn besuchte während seines Aufenthaltes in England und Schottland mit seinem Freund, dem Dichter Karl Klingemann am 7.August 1829 die Fingalshöhle auf der schottischen Insel Staffa, welche zur Inselgruppe „Hebriden“ nordwestlich von Schottland gehört. Von Natur und Landschaft fasziniert, fertigte er Bleistiftzeichnungen an und folgte seiner Inspiration, Eindrücke und Empfindungen in Musik zu fassen. Eine erste Fassung mit dem Titel „Die einsame Insel“ entstand im Dezember 1830 in Paris, kam aber nicht zur Aufführung. 1832 überarbeitete er das Werk in Rom. Diese Fassung gelangte erstmals am 14. Mai 1832 unter der Leitung von Thomas Attwood in London zur Aufführung. Kurz danach überarbeitete Mendelssohn das Werk ein weiteres Mal. Diese dritte Fassung wurde am 10. Januar 1833 unter der Leitung des Komponisten in Berlin aufgeführt. Das Werk wurde ein grandioser Erfolg, vor allem in England. Die Kritiker würdigten den Komponisten als „erstklassigen Landschaftsmaler“. Selbst Johannes Brahms wertschätze das Werk mit den Worten: „Alle meine Werke gäbe ich drum, wenn ich eine Ouvertüre wie „Die Hebriden“ von Mendelssohn hätte schreiben können.“

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Sinfonie Nr. 29, A-Dur, KV 201 / Allegro moderato – Andante – Menuetto – Allegro con spirito

Eine bedeutende Zwischenstation im musikalischen Reifungsprozess. Mozart schrieb in den Jahren 1773 und 1774 neun Sinfonien in Salzburg. Davon zählt die Sinfonie Nr. 29, A-Dur, KV 201 zu den ausgereiftesten seiner bisherigen Sinfonien. Sie ist zudem der Abschluss der 1.Periode seiner Sinfonien (1764 – 1774). In dieser Periode spielen Eindrücke und Prägungen seiner Reisen nach Italien und nach London (u. a. zu Johann Christian Bach) sowie neu gewonnen Erfahrungen mit sinfonischer Gestaltungskunst bei seinen Zeitgenossen (u. a. bei Michael und Joseph Haydn) eine wichtige Rolle. Vollendet wurde die Sinfonie am 6. April 1774. Möglicherweise fand eine weitere Aufführung 1783 in Wien statt. Eine Besonderheit gegenüber seinen vorangegangenen Sinfonien ist, dass der erste Satz im zarten piano beginnt und zum Tutti- Einsatz im forte hinführt. Alle vier Sätze strahlen eine lebensbejahende Heiterkeit und sonnige Wärme aus.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Sinfonie Nr. 41, C-Dur, KV 551 „Jupiter Sinfonie“ / Allegro vivace – Andante cantabile – Menuetto (Allegretto) – Finale (Allegro molto / Fuge)

Ein wahrhaft olympischer Höhenflug in der Gattung „Sinfonie“ und ein geniales Triptychon der letzten Sinfonien innerhalb von drei Monaten. Mit der Sinfonie Nr. 41, C-Dur, KV 551 „Jupiter Sinfonie“ schloss Mozart sein sinfonisches Lebenswerk ab, welches er der Nachwelt hinterließ und wovon sich nachfolgende Generationen von Komponisten inspirieren ließen. Sie ist ein kontrapunktisch geschlossenes und formvollendetes Gipfelwerk sinfonischer Literatur vor Beethoven. Sie steht am Ende von Mozarts 3.Periode von Sinfonien (1782 – 1788). Vollendet wurde die „Jupiter Sinfonie“ am 10.August 1788 in Wien. Vorangegangen sind seine Sinfonie Nr. 39, Es-Dur, KV 543, vollendet am 26.Juni 1788 und seine Sinfonie Nr. 40, g-Moll, KV 550, vollendet am 25.Juli 1788. Den Beinamen „Jupiter Sinfonie“ erhielt das Werk kurz nach Mozarts Tod. Charakteristisch treffend bezeichnet der Beiname den Stellenwert und die Bedeutung der Komposition an sich mit den Attributen wie „Kraft“ und „Weisheit“, welche in der Mythologie den Götterfürsten Jupiter zugeschrieben werden. Im Finalsatz werden (wie später in Bruckners 5. Sinfonie) sämtliche Haupt- und Nebenthemen zusammengefasst. Viele Themen aller vier Sätze weisen auf das Fundamentalthema in der Coda des letzten Satzes hin.

Das in Ostwestfalen beheimatete Orchester „la réjouissance“ wurde 1990 von Prof. Dr. Friedhelm Flamme, Gregor Schwarz und Gregor van den Boom gegründet. Seine Mitglieder entstammen überwiegend den hier ansässigen Berufsorchestern oder wirken als freiberufliche Instrumentalisten oder Musikpädagogen. 

Dieses Konzert wird gefördert und unterstützt durch die Volksbank Höxter

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Das war die vergangene 32. Saison 2025/2026

Die vergangene 32. Saison 2025/2026 hier im Überblick

Sonntag, 17.00 Uhr, Pfarrkirche „Zum verklärten Christus“ in Bad Driburg: Sinfoniekonzert zur Völkerverständigung mit dem Bohemia Sinfonieorchester Prag, Ulrike Jcoby/Violine, Aloisia Hurt/Klarinette, Vincent Lévesque/Horn, Susanne Jacoby/Fagott, Leitung: Torsten Seidemann, Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 35, D-Dur „Haffner-Sinfonie“, Peter von Winter: Sinfonia Concertante B-Dur für Violine, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester und Franz Schubert: Sinfonie Nr. 8 C-Dur „Die Große“

   Foto: Bohemia-Sinfonieorchester Prag

Wir danken folgenden Sponsoren dieses Konzertes: Kirchenmusikstiftung Ziegler/Paderborn – Westfalen Weser Energie GmbH – Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter und der Vereinigten Volksbank/Filiale Bad Driburg ksz-logo

Sonntag, 09.11.2025, 19.30 Uhr, Rathaussaal Bad Driburg: Licht und Finsterniss“ mit dem Ensemble Flautando Köln

Foto: Hubert Meiners

Sonntag, 18.01.2026, 19.30 Uhr, Rathaussaal Bad Driburg: Konzert mit Stipendiaten der Jürgen Ponto-Stiftung für hochbegabte Nachwuchskünstler/innen – Josepha Eleonore Kühn/ Violoncello und Anne Beykirch/Klavier

 Foto: Hubert Meiners

Sonntag, 15.03.2026, 19.30 Uhr, Rathaussaal Bad Driburg: Rhapsody in Blue“ mit dem polnischen Klavierduo Anna und Ines Walachowski

 Foto: Hubert Meiners

Wir danken der Volksbank Höxter e. G. für die Unterstützung des Konzertes

Sonntag, 10.05.2026, 19.30 Uhr, Rathaussaal Bad Driburg: Virtuose Gitarrenmusik im Wandel der Zeiten “ mit dem Münchener Gitarrentrio (Foto: Hubert Meiners)

Sonntag, 14.06.2026, 19.30 Uhr, Rathaussaal Bad Driburg: Quirky Nightclub Chronicles mit dem Arcis Saxophon Quartett (Foto: Hubert Meiners)

 

 

 

 

 

 

Über uns

Die Geschichte der Musikgesellschaft Bad Driburg e.V.
Wer wir sind und was wir wollen.

Die Musikgesellschaft Bad Driburg e.V. besteht seit dem 15. April 1994. Der Rat der Stadt Bad Driburg hatte beschlossen, die Städtische Konzertreihe nicht mehr in eigener Regie fortzuführen, sondern sie in die Hände eines Bürgervereins zu legen, um dadurch eine größere Verzahnung und Akzeptanz in der heimischen Bevölkerung zu erreichen. Es fand sich sehr schnell ein Kreis musikinteressierter Bürger, der alle nötigen Vorarbeiten traf und durch allerlei Werbemaßnahmen eine große Zahl von Interessenten gewinnen konnte, so dass die neugegründete „Gesellschaft zur Pflege klassischer Musik e.V.“ unter der Führung des 1. Vorsitzenden Adrian von der Borch ihre Arbeit aufnehmen konnte.

Es entwickelte sich in der Folgezeit in der Kurstadt Bad Driburg ein blühendes Musikleben. Dabei war es stets das Ziel der Gesellschaft, Musik auf hohem künstlerischen Niveau zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Man verzeichnete im ersten Jahrzehnt über hundert Mitglieder und Abonnenten für die jährlichen sechs Konzerte. Und um das Interesse an klassischer Musik noch zu steigern, gab es in den Anfangsjahren einen Einführungsvortrag vor jedem Konzert, „Ohrenspitzer“ genannt.

Die acht ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder konnten im Laufe der Jahre immer wieder weltweit bekannte Künstler verpflichten, etwa die Klaviersolisten Anna Malikova, Brigitta Wollenweber, Matthias Kirschnereit und Igor Levit, das Schemann Klavierduo, das Klavierduo Silver und Garburg aus Israel, die Geigenvirtuosin Veronica Eberle sowie Friederike Starkloff, das Artemis-Streichquartett, das Dresdener Streichtrio sowie das Leipziger Streichquartett zum wiederholten Male.

Es gastierten die Solistinnen Maria Graf, Harfe, Maria Kliegel, Violincello, die Gesangssolisten Tom Krause, Gerhild Romberger und das Vocalquintett Amarcord, nicht zu vergessen das Blockflötenquartett Flaudando. Die von uns engagierten Künstler/innen und Ensembles haben ihre Wurzeln in der klassischen Musik, musizieren weltweit auch über die Gattung KLASSIK hinaus und lassen uns teilhaben an ihrer Musizierfreude und Virtuosität.

Weitere Höhepunkte in jeder Saison waren die großen Orchesterkonzerte sowie die oratorischen Aufführungen mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Russischen Kammerphilharmonie, dem Arcos Orchestra aus New York, der Sinfonietta Köln, dem Barockorchester Bremer Ratsmusik, dem Sinfonieorchester Bohemia aus Prag sowie dem Bläserensemble des hessischen Rundfunks HR-Brass. Eindrückliche Erlebnisse waren das Paulus-Oratorium von Mendelssohn-Bartholdi, die Missa solemnis von Beethoven, das Deutsche Requiem von Brahms, die Schöpfung und die Jahreszeiten von Haydn sowie das Weihnachtsoratorium, die Matthäus-Passion und die Messe in h-moll von Bach.

Für die unterschiedlichen Aufführungen standen und stehen der Musikgesellschaft eine Reihe von Veranstaltungsorten zur Verfügung: allen voran der Rathaussaal, sodann die katholische Pfarrkirche „Zum Verklärten Christus“, der Festsaal des Gräflichen Parks, der Konzertsaal der Park-Klinik, der glass cube Leonardo und die MANIFATTURA.

Die Musikgesellschaft benötigt für ihr vielfältiges Programm erhebliche Mittel. Sie werden durch Mitgliedsbeiträge, Abonnementserlöse, Kartenverkauf, durch einen Zuschuss der Stadt und durch Sponsoring von einheimischen Firmen, Geldinstituten und Privatleuten aufgebracht.

Um die Zukunft der Musikgesellschaft abzusichern und das Niveau der Aufführungen zu gewährleisten, muss stetig um neue Mitglieder und Abonnenten geworben werden. Die Musikgesellschaft hat aus diesem Grund damit begonnen, das musikalische Repertoire auch auf andere Stilrichtungen hin zu öffnen, um ein noch breiteres Publikum anzusprechen. Zudem bieten wir den Vorzug, dass Jugendliche unter 18 Jahren zu allen Konzerten freien Eintritt haben.

Die Musikgesellschaft Bad Driburg bietet in jeder Saison ein reichhaltiges und vielfältiges Programm von sechs Konzerten an. Jeder, der Musik liebt, und jeder, der Neues entdecken will, ist zum Besuch herzlich eingeladen! Die Preise sind moderat gehalten und besonders günstig ist ein Abonnement!

Wir, der Vorstand unserer Gesellschaft möchten Sie sehr herzlich ermutigen, tolle Musik zu hören und hochkarätige Künstler/innen zu erleben. Besuchen Sie unsere Konzerte! Wir freuen uns auf Sie!

 

Kontakt

Musikgesellschaft Bad Driburg e.V.

Theodor-Fontane-Str. 11, 33014 Bad Driburg

seidemusic2020@outlook.de

Telefon: 05253-9350288 oder 01573 – 6211604

Vereinsregister beim Amtsgericht Paderborn: VR 1035,

Steuernummer/Finanzamt Höxter: 326/5910/0422,

Bankverbindung: IBAN: DE 96 4726 4367 7625 3207 00, BIC: GENODEM1STM bei der Vereinigten Volksbank eG Bad Driburg


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