Nächstes Konzert: „Von Gott gelernt“ – Schubert & Beethoven – ALINDE-Quartett am 21.04.2024

Sonntag, 21.04.2024, Rathaussaal Bad Driburg, 19.30 Uhr

30 Jahre Musikgesellschaft Bad Driburg 1994 – 2024

“Von Gott gelernt”
Schubert und Beethoven – Ein Treffen, das nie stattfand

ALINDE QUARTETT:
Violinen: Eugenia Ottaviano & Guglielmo Dandolo Marchesi
Viola: Gregor Hrabar
Violoncello: Bartolomeo Dandolo Marchesi

Das aufstrebende Alinde Quartett gilt als eines der spannendsten Kammermusikensembles seiner Generation, was sich durch zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben (u. a. „Città di Pinerolo“ und „Salieri-Zinetti“) und Einladungen in die renommiertesten Konzerthäuser und Festivals Europas, wie die Philharmonie und das Funkhaus Köln, das Konzerthaus Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg und das Verbier Festival bestätigt. Benannt ist das Alinde Quartett nach dem gleichnamigen Lied Schuberts, welches die leidenschaftliche Suche der vier MusikerInnen nach musikalischer Wahrheit und die Faszination der Unbeständigkeit der Welt einfängt. In 2020 begann das Quartett, alle Streichquartette Schuberts und zusätzlich Auftragswerke, die von ihrem namensgebenden Lied „Alinde“ inspiriert sind, aufzunehmen, welche auf sechs Alben bei Hänssler Classic erscheinen.

Das Programm bringt zwei Genies zusammen, Schubert und Beethoven, die sich nie begegnet sind, obwohl sie in derselben Stadt lebten, bei demselben
Lehrer studierten und nur ein Jahr voneinander entfernt starben. Zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, zwei gegensätzliche Musikstile (obwohl Schumann Schubert als „Erstgeborenen Beethovens“ bezeichnete), die, jeweils alle ihre Meister in den Schatten stellten, sich von ihrer göttlichen Berufung inspirieren ließen und zeitlos gültige Musik schufen. Professor Wenzel Ruzicka notierte in Schuberts Nachruf: „Er hat es von Gott gelernt.“
Antonio Salieri, Kapellmeister am österreichischen Kaiserhof, der Schubert in Harmonie, Kontrapunkt und italienischer Vokalkomposition unterrichtete, war nicht weniger beeindruckt. Seine Semesterbewertungen enthielten Kommentare wie „ein bemerkenswertes musikalisches Talent“ und „ein außergewöhnliches Talent für Musik“. Auch Beethoven, von dem Salieri ebenfalls sehr beeindruckt war, studierte mit Unterbrechungen fast 10 Jahre lang bei dem Italiener. Für Schubert wurde Salieri ein Mentor. Über seine Rolle als Lehrer hinaus interessierte er sich für alle frühen Kompositionen des jungen Mannes, nicht nur für die, die für den Unterricht geschrieben wurden. Unter dem Einfluss des Lehrers ist auch die Verwendung von drei- und vierstimmigen Melodien in Schuberts Werk zu sehen. Mehrere von Schuberts Manuskripten aus dieser Zeit sind von Salieri reichlich mit Anmerkungen versehen, darunter das Streichquartett Nr. 3. Der unsterbliche Josquin des Prez, Meister der Renaissance, streut zwei Stücke mit einem melancholischen und fast romantischen Thema in das Programm ein, um uns daran zu erinnern, dass Musik jenseits der Zeit ist, göttlich inspiriert und vielleicht sogar… von Gott gelehrt.

Josquin des Prez (1450-1521):
“Mille Regretz” *
Franz Schubert (1797-1828):
Streichquartett b-moll D36 – 1813
I.Allegro
II. Andante
III. Menuetto. Allegro ma non troppo
IV. Allegretto
————— Pause ——————
Josquin des Prez (1450?-1521) / Pierre de la Rue (1452?-1518):
“Absalon, fili mi” **
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Streichquartett Nr. 8 in e-Moll, Op. 59, No. 2 “Razumowsky”
I. Allegro
II. Molto Adagio. Si tratta questo pezzo con molto di sentimento
III. Allegretto – Maggiore, Thème russe.
IV. Finale. Presto

* Mille regrets de vous abandonner, et d’être éloigné de votre visage amoureux. J’ai si grand deuil et peine douloureuse, qu’on me verra vite mourir.
Tausendfaches Bedauern, dich verlassen zu haben und dein liebevolles Gesicht zurückzulassen, Ich fühle so viel Traurigkeit und so schmerzlichen Kummer, dass es mir scheint, meine Tage würden bald vergehen.

** Fili mi Absalom, Absalom fili mi: quis mihi tribuat ut ego moriar pro te, Absalom fili mi, fili mi Absalom?
Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wollte Gott, ich wäre für dich gestorben! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

Dieses Konzert wird gefördert durch die Sparkasse Höxter

Dieses Konzert steht vom Datum her in der Nähe zum Gründungsdatum unserer Gesellschaft am 15.04.1994. Aus diesem Anlass gibt es einmalig ein limitiertes Freikartenkontingent ab dem 25.03.2024 in der Buchhandlung Saabel und in der Tourist-Information Bad Driburg. Restfreikarten gibt es an der Abendkasse.